Gemeinde Kals am Groglockner


LWL Glasfaser und Verlegeanleitung für Hausanschlüsse


Die Gemeinde Kals am Großglockner hat mit der Errichtung einer Glasfaserinfrastrutur begonnen. Damit soll für die KalserInnen und Kalser eine zukunftsfähige, schnelle und sichere Internetversorgung gewährleistet sein.

 

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Was tut die Gemeinde für die Herstellung eines Glasfaserhausanschlusses? Die Gemeinde lässt ein Glasfasernetz durch Baufirmen errichten und verlegt Microrohre bis an die Grundstücksgrenzen von Anschlusswerbern. Die Gemeinde stellt den Anschlusswerbern ein Microrohr von der Grundstücksgrenze bis ins Hausinnere kostenlos zur Verfügung. Bei Bedarf wird auch eine Standardwanddurchführung (geeignet für Betonwände) kostenlos beigestellt. Mit dieser Wanddurchführung kann das Microrohr wasserdicht durch eine Hauswand geführt werden. Nachdem die Hauseinführung (durch den Anschlusswerber) hergestellt ist, beauftragt und bezahlt die Gemeinde eine Fachfirma, welche eine Glasfaserleitung durch das Microrohr bis ins jeweilige Haus führt und eine Hausübergabebox an der Wand im Hausinneren (in der Regel im Kellerbereich) montiert und die Glasfaserkabel anschließt.

Was muss der jeweilige Anschlusswerber für seinen Glasfaseranschluss tun? Wenn Glasfaserausbauarbeiten in einer Gemeindefraktion anstehen, werden die Anrainer über die Möglichkeit eines Glasfaseranschlusses für ihre Häuser oder Wohneinheiten informiert. Der jeweilige Hausbesitzer muss sein Interesse an einem Glasfaseranschluss der Gemeinde mitteilen, bevor die Grabungsarbeiten in seinem unmittelbaren Umfeld beginnen. Der jeweilige Anschlusswerber verlegt das von der Gemeinde beigestellte Microrohr auf eigene Kosten von seiner Grundstücksgrenze bis zu seiner Hausmauer in der Erde und führt das von der Gemeinde kostenlos beigestellte 10 mm dicke Microrohr durch eine Bohrung in der Hausmauer ins Hausinnere. (In der Regel in den Kellerbereich, wo auch ein Stromanschluss vorhanden sein sollte bzw. leicht geschaffen werden kann). Nachdem dann die Hausübergabebox im Hausinneren durch eine von der Gemeinde beauftragten Fachfirma errichtet wurde, kann der Hausbesitzer bzw. Anschlusswerber mit einem Internetanbieter einen Vertrag über ein glasfaserbasierendes Produkt (z. B. sehr schnelles Internet, Festnetz oder Fernsehen) abschließen.

Fallen weitere Kosten an? Wurde ein Hausanschluss mit Hausübergabebox funktionsfähig hergestellt und schließt ein Anschlusswerber keinen Vertrag mit einem Internetanbieter ab, so wird von der Gemeinde nach einem Jahr ein einmaliger Kostenbeitrag in der Höhe von EUR 49,-- verrechnet. Wird ein Vertrag mit einem Internetanbieter hergestellt und somit der Anschluss genutzt, fällt dieser Kostenbeitrag nicht an.

Ab wann ist der Betrieb eines Glasfaseranschluss möglich? Ein Glasfaseranschluss ist erst möglich, wenn die Glasfaserinfrastruktur durch die Gemeinde und die Hauseinführung durch den Hausbesitzer hergestellt wurde.

Der Zeitplan für den Glasfaserausbau ist wie folgt vorgesehen und wesentlich von den Fördermitteln des Landes Tirol und des Bundes abhängig, jedoch sind wir bemüht aufgrund von Eigenmitteln (durch Anschlüsse am Gemeindenetz) und in Aussicht gestellte weitere Fördermittel den Ausbau schneller umzusetzen.

2020: Großdorf, Spöttling-Taurer, Arnig, Teile von Lana, Teile von Unterlesach

2021: Ködnitz

2022: Oberlesach, Oberpeischlach

ab 2023: Unterpeischlach, Brennersiedlung, Staniska, Glor-Berg

Der Betrieb des gemeindeeigenen Glasfasernetzes wurde von der Gemeinde Kals im Boten von Tirol im Herbst 2019 öffentlich angeboten. Folgende Firmen (auch Provider genannt) haben für die Nutzung der Glasfaserinfrastruktur der Gemeinde Kals einen Vertrag mit dieser abgeschlossen.

Innsbrucker Kommunalbetriebe: https://www.ikb.at

Magenta: https://www.magenta.at

Tirolnet.com: https://www.tirolnet.com

Jeder dieser 3 Anbieter hat auch Vertragselektriker im Bezirk, welche für Beratung bzw. Herstellung von hausinternen Lösungen gerne zur Verfügung stehen.

Ziel aller ist die Sicherstellung einer leistungsstarken Internetanbindung, um Standortnachteile in ländlichen Regionen auszugleichen. Die Refinanzierung erfolgt langfristig über die Vermietung des gemeindeeigenen Glasfasernetzes an die drei Provider, welche einen Anteil ihres Umsatzes an die Gemeinde Kals abgeben. Mit diesen Einnahmen ist die Gemeinde Kals in der Lage, auch wenig ertragreiche Gebiete zu erschließen.

Anmerkung:

Die A1 Telekom hat bis dato keinen Vertrag mit der Gemeinde Kals am Großglockner für die Glasfasernutzung abgeschlossen und kann derzeit somit auch keine Glasfaseranschlüsse bis ins Haus (FTTH) betreiben.  Der Internetdienst der A1 Telekom läuft weiterhin über das Kupfernetz, welches trotz Verbesserungen nur deutlich geringere Kapazitäten als ein Glasfaserkabel zulässt. Diesbezüglich werden in letzter Zeit vermehrt verwirrende Angebote gemacht.

Möchte mich schon jetzt bei den Fördergebern Bund und Land aber auch bei allen Grundeigentümern, auf deren Wohlwollen wir angewiesen sind, herzlich bedanken. Besonders Robert Trenkwalder, der Fa. LWL Handle und allen ausführenden Firmen, die uns bei diesem zukunftsweisenden Projekt mit Elan und Fachwissen unterstützen, ein großes Vergelt’s Gott.

Bürgermeisterin Erika Rogl

 

pdfInteressensbekundung_Glasfaseranbindung.pdf

pdfAnleitung Hausanschluss Vorlage

 

Mitte August hat das Land Tirol eine Förderoffensive für Privathaushalte beschlossen, nähere Infos dazu hier: Glasfaseranschluss-Scheck für Privathaushalte


Hausanschlussbox - Abmessungen 23,5 x 14 x 4,6 cm (L x B x T)


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